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Krankenhauskeime

Fragen und Antworten

 

In den letzten Jahren haben Infektionen im Krankenhausbereich deutlich zugenommen. Ein besonders hartnäckiger Ableger eines alltäglichen Hautkeims ist der so genannte Methicillin-resistente Staphylococcus aureus, auch kurz MRSA genannt. Nähere Informationen zur Entwicklung, aber auch zu den Risiken und Präventionsmaßnahmen wollen wir nachfolgend geben.


Ursachen für die Zunahme von Krankenhausinfektionen: Viele Erreger sind durch den wachsenden Einsatz von Antibiotika zunehmend gegen die herkömmlichen Medikamente resistent. Auch in der Massentierhaltung werden Antibiotika verwendet und gelangen über die Nahrungsaufnahme in den menschlichen Körper. Diese Entwicklung bringt neue Risiken mit sich, wie z. B. den multiresistenten Erreger vom Typ MRSA. Aufgrund der Abwehrmechanismen gegen eine Reihe von Antibiotika sind die Therapiemöglichkeiten einschränkt.
Übertragungswege von MRSA: Das Kürzel MRSA steht für die Bakterienart Methicillin-resistente Staphylococcus aureus. MRSA kommt regelmäßig bei Menschen und Tieren auf der Haut vor. Etwa 30 % bis 40 % der Bevölkerung sind ständig mit diesem Keim besiedelt, was an sich noch keine gesundheitliche Gefährdung darstellt. Die Bakterien finden sich neben der Nase auch im Rachen, in der Leistengegend. Gelangen die Keime jedoch von der Haut über Hautverletzungen, Operationswunden oder Venenkatheder in den Körper, kann es zu schweren Infektionen wie Lungenentzündungen, Wund- oder Harnwegsinfektionen oder Blutvergiftung (Sepsis).

Betroffene Patientengruppen: Ältere und pflegebedürftige Menschen sowie Patienten mit einem geschwächten Immunsystem und offenen Wunden sind durch Infektionen multiresistenter Keime besonders gefährdet. Aber auch Patienten, die eine Dialyse benötigen, einen Katheter tragen oder Antibiotika einnehmen, haben ein höheres Infektionsrisiko. Gesunde Menschen bekommen dagegen nur sehr selten MRSA. Es wird zwischen einer Besiedelung und einer Infektion unterschieden: Eine Besiedlung bedeutet, dass MRSA auf oder im Körper anwesend ist, ohne eine Krankheit zu verursachen. Die Infektion bedeutet, dass MRSA die Person krank macht.

Vorbeugung und Behandlung bei MRSA: Sehr häufig werden die Keime durch den Kontakt mit den Händen übertragen. Durch eine konsequente hygienische Händedesinfektion (Verlinkung) werden die Infektionswege unterbrochen und Patienten geschützt. MRSA-Infektionen können behandelt werden, allerdings gibt es einige wenige Antibiotika, die erfolgreich wirken. Zusätzlich werden antibakterielle und desinfizierende Präparate (Nasensalbe und antiseptische Seife) eingesetzt. Der wichtigste Schutz ist die Händedesinfektion und das konsequente Befolgen der Hygiene-Standards und -Regeln im Krankenhaus.

 

 

Maßnahmen im Krankenhaus bei MRSA-Infektionen:

 

 

Bis zur Beendigung der Besiedelung mit MRSA wird der Patient in einem Einzelzimmer untergebracht. Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch die Behandlungin einem Mehrbettzimmer möglich.

 

• Der Patient darf das Zimmer nur in begrenztem Umfang und nur nach Rücksprache mit dem medizinischen Personal verlassen. Gemeinschaftsräume sind zu meiden. Die Besucherzahl sollte so gering wie möglich gehalten werden.
• Vor dem Verlassen des Raumes ist zwingend eine Händedesinfektion durchzuführen.
• In regelmäßigen Abständen werden Abstriche von Rachen, Nasen, von der Leiste und ggf. auch von anderen Körperstellen entnommen, um zu überprüfen, ob der MRSA Erreger noch vorhanden ist.
• Besucher müssen vorher mit dem medizinischen Personal Rücksprache halten, entsprechende Schutzkleidung anlegen und bei Betreten und Verlassen des Patientenzimmers immer ihre Hände desinfizieren.

 


 

Weitere Informationen

 

Weitere Informationen geben Ihnen unsere Merkblätter sowie unser Qualitätsbericht:

 

• Patienteninformation Norovirus
• Patienteninformation Rotaviren
• Qualitätsbericht

 

 

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