Aktuelle Meldungen

News aus unserem Haus

23.07.2025, Kreiskrankenhaus Freiberg

Von Freiberg nach Lemberg - Kreiskrankenhaus Freiberg unterstützt Ukraine-Hilfstransport

Ein Hilfskonvoi der Altenburger Ukrainehilfe hat am vergangenen Wochenende drin-gend benötigte Sachspenden und medizinische Ausrüstung in die Ukraine gebracht. Zwei der Fahrer: Matthias Stolze und Christian Pudack, Geschäftsführer und Kaufmännischer Direkto des Kreiskrankenhauses Freiberg. Was sie mitbrachten: konkrete Hilfe. Was sie mit zurücknahmen: große Dankbarkeit. Doch die Fahrt verlief nicht ohne Hindernisse.

Der jüngste Hilfstransport der Altenburger Ukrainehilfe e.V. führte über rund 1.100 Kilometer direkt ins ukrainische Lwiw (Lemberg) – mit dabei: das Kreiskrankenhaus Freiberg. Statt Klinikalltag standen für Geschäftsführer Matthias Stolze und Kaufmännischen Direktor Christian Pudack Helfen und gelebte Solidarität auf dem Programm. Während es für Christian Pudack die erste Fahrt war, gehört Stolze zu den erfahrensten Unterstützern des Vereins: Der Freiberger Geschäftsführer ist Mitbegründer der Altenburger Ukrainehilfe und war bereits zum 16. Mal im Einsatz.


Hindernisse auf der Route, Dankbarkeit am Ziel
Am Freitagnachmittag setzte sich der Konvoi in Bewegung. Die Route war lang, die Bedingungen fordernd. Allein die Grenzkontrollen an der polnisch-ukrainischen Grenze dauerten mehrere Stunden und verlangten den Helfern viel Geduld ab. Zusätzlich sorgte ein geplatzter Reifen – ausgerechnet am Anhänger von Matthias Stolze – für einen unfreiwilligen Zwischenstopp: Umplanen. Umpacken. Weiterfahren. Während Stolze zurückblieb, brachte der Rest des Konvois erste Hilfsgüter in ein Kindertherapiezentrum nach Mykolaeiw, unweit von Lwiw. Am Samstagabend traf die Gruppe schließlich wieder zusammen – am Sheptytsky-Kranken-haus in Lemberg, dem einzigen kirchlichen Krankenhaus der Ukraine und einem zentralen Verteilungspunkt für humanitäre Hilfe. Die Spenden wurden entladen, Kontakte gepflegt und Dankbarkeit entgegengenommen. „Die Begegnungen vor Ort waren sehr bewegend. Man spürt, wie viel Hoffnung und Dankbarkeit mit jeder Lieferung verbunden ist“, sagt Christian Pudack. Am Sonntagmorgen trat der Konvoi die Heimreise an – diesmal ohne unerwartete Zwischenfälle. „Die Fahrt war herausfordernd, aber eine bleibende Erfahrung“, resümiert Pu-dack. „Es war mir wichtig, persönlich vor Ort zu sein und mit anzupacken. Dabei ging es nicht um berufliche oder politische Verpflichtungen, sondern um Menschlichkeit.“


Solidarität aus Ostdeutschland
Das Kreiskrankenhaus Freiberg war einer von zahlreichen Partnern, die den Hilfstransport un-terstützten – nicht nur personell, sondern auch mit dringend benötigten Sachspenden. Dazu gehörten unter anderem Kontinenzmaterial, Kinderkleidung, Windeln und Kuscheltiere. Zudem stellte die Servicegesellschaft des Kreiskrankenhauses ein Fahrzeug zur Verfügung, sowie Verpflegung für die sechs Fahrer. Weitere Unterstützung kam vom Goitzsche Klinikum mit OP-Instrumenten, eine aufgelöste Arztpraxis aus Eisenhüttenstadt mit medizinischem Material sowie das Unternehmen der Orthopädie- und Rehatechnik (ORD) mit Rollstühlen und Aufrich-tungshilfen. Bereits im Vorfeld hatte das Krankenhaus Zeitz 16 Betten bereitgestellt, die dem Konvoi vorausgeschickt worden waren.


Altenburger Ukrainehilfe e.V. – Engagement, das verbindet
Die Hilfsaktion steht exemplarisch für das anhaltende Engagement der Altenburger Ukrainehilfe, einem gemeinnützigen Verein, der seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Feb-ruar 2022 zivile Hilfsprojekte organisiert – unbürokratisch, überparteilich und überkonfessionell. Drei- bis viermal im Jahr bringen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer Hilfslieferungen direkt an Krankenhäuser, Kinderheime oder Schulen, vor allem in der Region Lwiw. Geliefert werden medizinische Güter, Betten, Möbel, Schulmaterial, Kleidung und vieles mehr – gezielt und bedarfsgerecht. „Auch, wenn das Thema Ukraine vielerorts aus dem Fokus geraten ist, ist die Not der Menschen nach wie vor sehr real. Der Bedarf an medizinischen Gütern, Kleidung und Alltagsmaterialien ist ungebrochen hoch. Solange wir helfen können, fahren wir weiter“, erzählt Matthias Stolze, Mitbegründer des Vereins. Doch die Hilfe endet nicht an der Grenze. Mitten in Altenburg betreibt der Verein außerdem ein eigenes Begegnungshaus, das mit Unterstützung der Stadt ins Leben gerufen wurde. Was als Sammelstelle für Spenden be-gann, ist heute ein lebendiger Ort der Integration. Angeboten werden u. a. Sprachkurse, sozialpädagogische Unterstützung für traumatisierte Kinder und Jugendliche sowie praktische Hilfe bei der Erstausstattung. Auch ehrenamtlich Engagierte finden hier Raum für Austausch und Weiterentwicklung.


Mehr Informationen & Unterstützungsmöglichkeiten: www.ukrainehilfe-altenburg.de

Sachspenden sind jederzeit willkommen – bitte mit dem Stichwort „Konvoi“.

Kontakt

Claudia Steinbach • Marketing/Öffentlichkeitsarbeit
Donatsring 20 • 09599 Freiberg
Telefon 03731 77-2845 • E-Mail claudia.steinbach@vge-mittelsachsen.de