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14.01.2026, Kreiskrankenhaus Freiberg

Trotz winterlicher Witterung nahmen mehr als 100 Besucherinnen und Besucher an der Sonntagsvorlesung zur Handchirurgie im Kreiskrankenhaus Freiberg teil. Oberarzt Basel Maksoud gab einen praxisnahen Überblick über häufige Erkrankungen und Verletzungen

Großes Interesse an Sonntagsvorlesung zur Handchirurgie

Die Hand des Menschen ist im Alltag ständig im Einsatz. Erkrankungen der Hände sind deshalb schwerwiegend für die Betroffenen und beeinträchtigen deren Leben stark. Im Mittelpunkt der jüngsten Vorlesung standen typische Krankheitsbilder wie Nerveneinengungen am Karpal- oder Cubitaltunnel, Arthrosen, der schnellende Fin-ger, Ganglien sowie Morbus Dupuytren. Auch Überlastungsschäden am Handgelenk sowie akute Verletzungen von Sehnen, Nerven und Knochen wurden angesprochen.


Viele Menschen sind in ihrer täglichen Arbeit unmittelbar auf eine funktionierende Hand angewiesen. „Gerade, weil so viele ihren Lebensunterhalt mit der Hand verdienen, sollte man Beschwerden nicht auf die lange Bank schieben, sondern frühzeitig abklären lassen“, erklärte der erfahrene Handchirurg. Eine rechtzeitige Diagnostik ermöglicht häufig schonende Therapien und kann langfristige Einschränkungen oder Arbeitsausfälle verhindern. Die besondere Bedeutung dieses Themenfeldes zeigt sich auch in den Zahlen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV): Bei mel-depflichtigen Arbeitsunfällen entfällt mit rund 31,9 Prozent ein erheblicher Anteil auf den Körperteil Hand.


Die Hand ist ein hochkomplexes Organ, in dem auf engstem Raum Knochen, Sehnen, Muskeln, Gefäße und Nerven zusammenwirken. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die handchirurgische Behandlung. Herr Maksoud verfügt über die von der Ärztekammer geregelte Zusatzweiterbildung Handchirurgie, die er an einem Haus der Maximalversorgung am Klinikum Chemnitz absolvierte. Seit Mai vergangenen Jahres ist Basel Maksoud als leitender Oberarzt in der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie tätig und betreut unter anderem die handchirurgische Sprechstunde. Neben einer gezielten Diagnostik werden individuelle Therapieempfehlungen von konservativ bis operativ ausgesprochen.


2025 wurden im Kreiskrankenhaus Freiberg rund 200 degenerative Krankheitsbilder der Hand versorgt. Dabei stellte das Karpaltunnelsyndrom mit 121 behandelten Fällen die häufigste Diagnose dar, gefolgt vom schnellenden Finger bzw. Daumen sowie Mor-bus Dupuytren mit zusammen rund 60 Fällen. Darüber hinaus wurden über 450 Frak-turen der Hand behandelt sowie mehr als 300 Eingriffe bei entzündlichen Prozessen oder Verletzungen von Sehnen und Bändern durchgeführt. Mehr als 80 Prozent der Fälle konnten ambulant versorgt werden.


Die nächste Sonntagsvorlesung findet am 1. Februar 2026, 10:00 Uhr, im großen Konferenzraum des Kreiskrankenhauses Freiberg statt. Chefarzt Dr. Christoph Uhrlau berichtet über seine Erfahrungen auf dem Jakobsweg. Dabei spricht er über die körperlichen Voraussetzungen sowie über mögliche Belastungen, auf die man sich einstellen sollte.

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Claudia Steinbach • Marketing/Öffentlichkeitsarbeit
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