Kreiskrankenhaus Freiberg gemeinnützige GmbH
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Energetische Optimierung

Silberbergwerk als energetische Goldgrube

 

Das Kreiskrankenhaus in Freiberg liegt über einem alten Silberbergwerk - und profitiert von dieser Lage seit dem Frühjahr 2014 in ganz besonderer Weise. In 200 Metern Tiefe, im Stollen unter dem Krankenhaus, fließt Grubenwasser mit einer ganzjährig gleichbleibenden Temperatur von etwa 14 °C. Mit dem Ziel, diese Quellenwärme zu nutzen, konzipierte die Firma Johnson Controls eine 2-stufige Ammoniak-Wärmepumpe, die das Krankenhaus beheizt.  Die Entscheidung fiel auf eine Kombination aus Wärmepumpe und Blockheizkraftwerk, die in Spitzenzeiten eine Gesamtheizleistung von 1,16 Megawatt erzeugt. Das 14°C warme Grubenwasser strömt in 200 Metern Tiefe mit einer Geschwindigkeit von 300 Liter pro Sekunde aus dem Stollen in den Fluss Triebisch. Zuerst wird ein Teil des Wassers in einen extra errichteten Maschinenraum auf der dritten Schachtsohle gepumpt. Dort wird die im Wasser gespeicherte Wärme über einen Plattenwärmetauscher auf den NH3-Kreislauf (Ammoniak) übertragen. Um die Rohre aus dem Stollen in die übertage liegende Heizzentrale zu führen, musste man ein 200 Meter tiefes Loch mit 50 Zentimeter Durchmesser durch das Gestein bohren. In der Heizzentrale wird die Temperatur des Wassers über den Wärmepumpenkreislauf auf maximal 72 °C angehoben. Ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk (BHKW) erzeugt die elektrische Energie für den Betrieb der Wärmepumpe.

'' Blockheizkraftwerk (BHKW)

'' Gunter John (Geschäftsführer a.D.) untertage

 

Auch beim BHKW steht die Energieeffizienz im Fokus. Um den Gesamtwirkungsgrad zu steigern, wird die Abwärme des BHKWs in das Gesamtsystem eingespeist - sie erhöht die finale Temperatur des Heizkreislaufs auf bis zu 76 °C.
Damit liegen die Wärmerzeugungskosten bei nun nur noch 57 €/MWh. Mit der nachhaltig und kosteneffizient erzeugten Wärmeenergie kann das Krankenhaus rund 80 % seines Wärmebedarfs decken und Heizkosten von etwa 350.000 Euro pro Jahr einsparen.
Die Kosten zum Bau der neuen Pilotanlage betrugen ''

rund 3,3 Millionen Euro. Sie wurden zu 80 Prozent durch den Europäischen Fond für regionale Entwicklung gefördert.

 

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