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05.05.2020, Freiberg

Übergang zu einem Stück Normalität

Wie Corona in den Krankenhaus-Alltag integriert wird

Die neue Isolierstation für Corona-Patienten: Station 12

Anfang März deutete vieles auf eine anrollende Corona-Welle im größeren Ausmaß hin. Auch das Kreiskrankenhaus Freiberg traf entsprechende Vorkehrungen und richtete zwei insgesamt gut 60 Betten umfassende Isolierstationen ein, die baulich getrennt vom restlichen Krankenhaus und mit einem eigenen Eingang ausgestattet waren. Glücklicherweise blieb diese erwartete große Welle bisher aus und große Teile der Isolierstationen standen leer. Wie es weitergehen wird, kann keiner vorhersagen. Aber die momentane Lage sieht so aus, dass wir diese hohe Bettenkapazität für Corona-Verdachtsfälle nicht benötigen. Stattdessen sind wir dabei, das Elektivprogramm wieder neu zu starten und machen uns bereit für baldige Operationen. Da wir nicht wissen, wie lange uns Corona noch begleiten wird, bleibt es unsere Aufgabe, die derzeitige Lage zu akzeptieren und Corona in unseren Krankenhaus-Alltag zu integrieren. Wir bleiben darauf vorbereitet!

An dieser Stelle möchten wir auch etwas Positives rund um Corona berichten: in der vergangenen Woche konnten wir eine über 80-jährige Rentnerin als von Covid-19 geheilt entlassen. Die Frau verbrachte fast vier Wochen in unserem Krankenhaus und musste 16 Tage lang künstlich beatmet werden. Ihr Zustand war zeitweise sehr schlecht, aber sie hat gekämpft und das Virus besiegt.

Auf die neue Situation haben wir uns auch organisatorisch eingestellt. ITS-Betten für Corona- und Nicht-Corona Patienten stehen in ausreichender Anzahl bereit. Für Corona-Patienten, die nicht intensivmedizinisch versorgt werden müssen, wird die Station 12 vorgehalten. Abermals wurden Trockenwände errichtet, die die neue Isolierstation vom restlichen Krankenhaus abtrennen und die notwendigen Schleusenbereiche vorhalten. Wichtig war auch ein separater Ausgang nach außen oder besser gesagt: ein eigener Eingang, der als Notfallbereich für Patienten mit Infektionserkrankungen (Fieber, Husten, Durchfall, etc. – darunter auch Covid-19) genutzt werden kann. Dafür ist Station 12 hervorragend geeignet, denn sie ist über die normale Notfall-Einfahrt erreichbar und ab dort mit einem roten Koffer ausgeschildert. Noch am Montagabend kurz nach Abschluss der Umzugsarbeiten wurden bereits erste Corona-Verdachtspatienten in der neuen Notfallaufnahme für Infektions-Erkrankungen behandelt.

Seit dieser Woche werden Patienten, deren Operationen abgesagt werden mussten, telefonisch kontaktiert, um neue Termine zu vereinbaren. Wir haben Wartebereiche so konfiguriert, dass der nötige Mindestabstand zwischen wartenden Patienten eingehalten werden kann. Dennoch bitten wir darum, pünktlich zum vereinbarten Termin (nicht bereits eine Stunde früher!) und möglichst – falls notwendig – nur mit einer Begleitperson zu erscheinen. Unsere Patienten werden zu jedem Termin nach ihrem Gesundheitszustand in Bezug auf Covid-19, insbesondere nach Symptomen wie Husten, Fieber, etc. befragt. Durch den aufnehmenden Arzt erfolgt auch eine Risikoaufklärung in Bezug auf Covid-19 – es muss aber niemand Angst haben, sich bei uns im Krankenhaus mit Covid-19 zu infizieren.

Trotzdem müssen sämtliche Personen, die unser Haus betreten, eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Auch die Ambulanz für Corona-Abstriche, die „Fieberambulanz: Corona- und Grippediagnostik", ist umgezogen. Seit gestern werden die Untersuchungen und gegebenenfalls die Abstriche im Zeitraum von 11.00 bis 12.00 Uhr in der Praxis für Allgemeinmedizin Dr. Roxana John durchgeführt. Der Umzug wurde problemlos angenommen, neun Patienten suchten gestern die Praxis von Frau Dr. John zwecks einer Abstrichuntersuchung auf. Frau Dr. John bietet als individuelle Gesundheitsleistung auch einen Bluttest auf Antikörper gegen das neue Corona-Virus an. Interessenten informieren sich bitte in der Praxis.

Patienten, die die Praxis von Frau Dr. John aufsuchen, tragen bitte eine Mund-Nasen-Bedeckung. Dabei muss es sich nicht um einen medizinischen Einmal-Mundschutz handeln, selbstgenähte Exemplare aus Stoff, wie sie dem Krankenhaus Freiberg beispielsweise von vielen Hobbynäherinnen zur Verfügung gestellt wurden, sind genauso gut geeignet.

Diesen Nähinitiativen aus der Bevölkerung möchten wir hiermit ausdrücklich danken: Das sind Cornelia Liebscher, Kerstin Schubert, Isolde Endersch, Yvonne Joseph, Vanessa Junker, Dagmar Ganz, Saskia Siegel, Frau Sperlich und die Kinderkrippe Regenbogen aus Freiberg; Marleen Hahmann, Gudrun Wätzig, Annett Lantzsch und K. Heinrich aus Großschirma; Frau Butze aus Halsbrücke, Conny Wulf und Bekannte von Sandra Wätzig (Intensivstation Freiberger Krankenhaus) aus Bräunsdorf, Ute Haubold und Petra Völker aus Brand Erbisdorf, Felicitas Obendorf aus Striegistal, Bestattungsunternehmen Carmen Kunze aus Flöha, Birgit Manu aus Weißenborn, Atelier Simone Richter aus Zethau und Kristin Boblenz aus Langhennersdorf.

Kontakt

Dr. Ulrike Träger
Marketing/ Öffentlichkeitsarbeit
Donatsring 20
09599 Freiberg
Telefon 03731 77-2845
E-Mail ulrike.traeger@vge-mittelsachsen.de