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28.05.2021, Freiberg

Hochwertige Versorgung trotz widriger Bedingungen – Erfahrungsbericht

Rentnerin trotzt Corona und lässt sich im Kreiskrankenhaus Freiberg beide Hüftgelenke operieren

Endlich schmerzfrei Laufen: Dr. med. Peik Mutze, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, ersetzte simultan beide Hüftgelenke (postoperatives Röntgenbild).

Elenore Bötel wurden simultan während der Corona Zeit beide Hüftgelenke ersetzt. Sie berichtet über eine hochwertige wohnortnahe medizinische Versorgung trotz widriger Bedingungen. Ein Erfahrungsbericht aus dem Kreiskrankenhaus Freiberg.

Viele Patienten scheuten im ersten Quartal dieses Jahres den Gang zum Arzt. Ausgelöst durch die dritte Corona Welle und die daraus resultierende Unsicherheit bezüglich der Auslastung der Krankenhäuser und die damit verbundene Versorgung der Corona- und Nicht-Corona Patienten durch das zur Verfügung stehende Pflegepersonal.

Angst, sich im Krankenhaus mit dem Covid-19-Virus zu infizieren, hatte Elenore Bötel nicht. Die Mitsechzigerin konnte außerdem nicht länger warten. Die Schmerzen in beiden Hüftgelenken waren so unerträglich, dass sie dies bei jedem Schritt verspürte. Die konservativen Behandlungsmöglichkeiten mit Medikamenten, Physiotherapie und Rehasport halfen ihr nicht mehr. Die ehemalige Lehrerin aus Bobritzsch-Hilbersdorf erhielt durch Chefarzt Dr. med. Peik Mutze im Kreiskrankenhaus Freiberg eine simultane Hüftprothesen-Operation. Bei dieser Operation werden die beiden gleich stark abgenutzten und schmerzhaften Hüftgelenke in einer Narkose nacheinander operativ durch künstliche Hüftgelenke ersetzt.

Neue Gelenke sofort belastbar

Der zweistündige und komplexe endoprothetische Eingriff wurde durch den Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie Ende April dieses Jahres durchgeführt. Bereits am ersten postoperativen Tag konnte die Patientin wieder laufen und nach nicht einmal fünf Tagen an Unterarmgehstützen nach Hause entlassen werden.

Elenore Bötel hatte sich für eine ambulante Rehabilitation entschieden: „Mein Mann und das gewohnte Umfeld bieten mir eine schnellere Regeneration.“ Bei dieser Art der Rehabilitation werden die Patienten am Morgen zu Hause abgeholt und am Abend durch den Fahrdienst wieder nach Hause gebracht. Die Patienten haben somit die Möglichkeit ganztägig ambulant ihre Rehabilitationsmaßnahmen zu absolvieren.

Entlassmanagement regelt Organisatorisches

Durch das seit zwei Jahren bestehende Entlassmanagement wurde durch das Kreiskrankenhaus Freiberg die anschließende tägliche Physiotherapie mit dem entsprechenden Transport in die physiotherapeutische Praxis nach Freiberg organisiert, sodass die Patientin ohne Unterbrechung und Wartezeit bis zum Beginn der ambulanten Rehabilitationsmaßnahme mit der physiotherapeutischen Beübung beginnen konnte.

Anja Hantschmann, Leiterin der Physiotherapie des MVZ der VGE Mittelsachsen, die auch die ambulante Betreuung der Patientin durchführte, sagt: „Aus physiotherapeutischer Sicht wirkt es sich positiv aus, dass die Hüftgelenke von Frau Bötel beidseitig und gleichzeitig durch Hüftprothesen ersetzt wurden. Frau Bötel hatte sofort die Möglichkeit beide Hüftgelenke gleichermaßen voll an Unterarmgehstützen zu belasten. Dies hat den großen Vorteil, dass sehr schnell ein muskuläres Gleichgewicht in der gesamten hüftumgebenen Muskulatur geschaffen werden konnte. Becken- und Rückenmuskulatur werden außerdem aktiviert. Am Ende entsteht so ein dynamisches Gangbild und eine einseitige Fehlbelastung wird vermieden.“

Trotz Corona sicheres Gefühl im Krankenhaus

Elenore Bötel schätzt ihren Krankenhausaufenthalt im Kreiskrankenhaus Freiberg zusammenfassend so ein, dass sie jederzeit ein sicheres und gutes Gefühl, auch in Hinblick auf die Corona Maßnahmen, verspürt hat. Selbstverständlich ist bei ihr am Anfang der stationären Behandlung ein Corona-Test durchgeführt worden, welcher alle 2-3 Tage, wie bei allen stationären Patienten, durch das ärztliche Personal routinemäßig wiederholt wurde. Auch das Personal war trotz der hohen Belastung durch die Pandemie immer freundlich und aufmerksam.

Dieses Beispiel zeigt den Vorteil der wohnortnahen komplexen elektiven Versorgung, auch unter erschwerten Bedingungen. Elenore Bötel möchte die Möglichkeit nutzen und sich nochmals bei dem gesamten Team des Kreiskrankenhauses Freiberg wie auch der Physiotherapie für die gute Betreuung bedanken.

Kontakt

Dr. Ulrike Träger • Marketing/ Öffentlichkeitsarbeit
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