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21.09.2020, Freiberg

Kreiskrankenhaus Freiberg gewährt slowakischer Delegation Einblick in Notfallaufnahme

Freiberger Notfallaufnahme als Vorbild für mehr Patientensicherheit

Interessiert folgen die slowakischen Vertreter des Ministeriums für Gesundheitswesen den Ausführungen von Dr. med. Andreas Fichtner

Am Welttag der Patientensicherheit, der jährlich am 17. September begangen wird, steht die sichere Versorgung aller Patientinnen und Patienten im Fokus. So interessierte sich eine Delegation des Gesundheitsministeriums der Slowakei für die modernen Lösungsansätze der Freiberger Notfallaufnahme. Das slowakische Gesundheitsministerium möchte Neubauvorhaben anhand moderner Prozesse ausrichten und ein Blick über den Tellerrand sollte entsprechende Einblicke verschaffen: Direktorin Ludmila Vesela und Pflegedienstleiterin Stanislava Pisova kamen in Begleitung des medizinischen Direktors Dr. Jan Hasko zu Besuch. MUDr. Jozef Pribula aus der Rehabilitationsklinik am Tharandter Wald hatte die – auch hinsichtlich Patientensicherheit – im letzten Jahr umfassend modernisierte Freiberger Notfallaufnahme empfohlen und überbrückte sprachliche Barrieren.


Die slowakischen Gäste folgten äußerst interessiert den umfassenden Ausführungen von Dr. Fichtner, der ihnen die prozessorientierte Einrichtung und die papierlose Dokumentation der Freiberger Notfallaufnahme vorführte. Per Touchscreen kann sofort bei Patienteneingang ein neuer Fall angelegt werden und nach Erstanamnese die Schweregradzuordnung gemäß einer Farbskala erfolgen. Die Freiberger Notfallaufnahme besteht aus fünf Behandlungs- und zwei Schockräumen sowie einer kleinen sechs Betten umfassenden Aufnahmestation, wo die Patienten vor Verlegung in das Haus weiter stabilisiert werden. Herzstück der Freiberger Notfallaufnahme und bei der Delegation deutlich Eindruck hinterlassend ist der geräumige Primär-Schockraum, der prozessual und hochergonomisch eingerichtet ist, um eine maximal effiziente Patientenversorgung der Schwerstkranken zu gewährleisten.


Stellvertretend für eine private Krankenhausgruppe der Slowakei sind die Gäste mit der Planung und Neustrukturierung der bestehenden slowakischen Gesundheitszentren beauftragt, daher zeigten sie auch großes Interesse am Umgang mit Corona-Verdachtsfällen. „Covid-19 brachte auch unsere Notfallaufnahme in Bezug auf die notwendigen Reinigungsprozesse schnell an die Grenzen“ berichtete Dr. Fichtner. „Zunächst behandelten wir sämtliche Verdachtsfälle in unserem provisorischen Infektionszimmer im Bad.“ Das Kreiskrankenhaus Freiberg ist zügig den neuen Anforderungen gerecht geworden und richtete eine räumlich getrennte Isolierstation mit separater Infektionsnotaufnahme insbesondere für Corona-Patienten ein. Beeindruckt vom Improvisationstalent der Deutschen folgten die Gäste Dr. Fichtner auch in diesen Bereich. „Der separate Außeneingang hält nicht nur Corona-Patienten, sondern auch andere Infektionserkrankungen aus der Freiberger Notfallaufnahme heraus“, fügte Dr. Fichtner hinzu, „das hat unserer Notfallaufnahme bisher gefehlt.“ Mit vielen Eindrücken behaftet reisten die Gäste noch am Abend zurück in ihre Heimat, um dort zunächst viel Zeit zum Verarbeiten zu haben, da sie sich in Quarantäne begeben müssen. Doch das haben sie gerne in Kauf genommen.

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