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26.09.2019, Freiberg

Eingriff zur Schlaganfallprävention: Erster Vorhofohrverschluss am Freiberger Krankenhaus

Nach erfolgreichem Vorhofohrverschluss: Chefarzt Dr. Hagen Schrötter (2. v.l.),  Oberärztin Dr. Stefanie Katzke und der Bereichsleiter des Herzkatheterlabors Tobias Stäps bei der Abschlussvisite mit Siegfried Völckel (r.).

Erstmals haben Freiberger Herzspezialisten in der vergangene Woche im Kreiskrankenhaus einen Eingriff zum Verschluss des linken Vorhofsohrs, durchgeführt. Der sogenannte LAA-Verschluss dient der Prophylaxe von Schlaganfällen bei Patienten mit Vorhofflimmern. Auf Grund dieser Rhythmusstörung kommt es im Bereich des Vorhofohrs zu Verwirbelungen und im Ergebnis zur Bildung von Blutgerinnseln. Um die Gerinnselbildung im Vorhof zu vermeiden, werden Patienten häufig medikamentös behandelt, d.h. langfristig zum Bluter gemacht. Eine Therapie, die sich allerdings für Patienten mit hohem Blutungsrisiko nicht eignet. Für diese Betroffenen ist der Vorhofohrverschluss eine wirksame Alternative, da dieser den Verwirbelungen und damit dem Schlaganfallrisiko vorbeugt. Bei dem Eingriff erfolgt der Zugang über eine Vene in der Leiste. Über eine etwas größere Schleuse wird das Device, dessen Form an ein Schirmchen erinnert, bis zum linken Vorhofohr vorgeschoben, dort platziert und nach erfolgreichem Haltetest, vollständig implantiert.

 „Die Freiberger Premiere ist ein erster Schritt des Ausbaus der kardiologischen Kompetenz des Freiberger Krankenhauses. Mit dem Bau unseres neuen Herzkatheterlabors können nahezu alle Patienten mit akutem Herzinfarktleiden in Zukunft in Freiberg vollumfänglich versorgt werden“, so Dr. Hagen Schrötter, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II (Kardiologie) am Freiberger Krankenhaus, der vor einigen Monaten gemeinsam mit einigen Experten vom Herzzentrum Dresden nach Freiberg wechselte. Mit dem Bau des Herzkatheterlabors wurde vor wenigen Tagen begonnen. Spätestens im März des kommenden Jahres werden dann noch komplexere kardiologische Eingriffe möglich sein.

Der Eingriff vergangene Woche dauert nicht mehr als 45 Minuten. Der 87-jährige Patient konnte bereits am Folgetag das Krankenhaus wieder verlassen.

 

 

 

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