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17.06.2020, Freiberg

Drei Wochen lang kämpften Ärzte um das Leben einer Covid-19-Patientin

20. Juni 2020 „Tag der Intensivmedizin“

Anlässlich des „Tages der Intensivmedizin“ am kommenden Samstag, den 20. Juni 2020, ziehen die Intensivmediziner erneut landesweit Bilanz. Die Leistung der Intensivmediziner soll in diesem Jahr online herausgestellt werden (https://www.zurueck-ins-leben.de/). Auch wir möchten diesen Tag nutzen, um die Intensivmedizin in dieser besonderen Zeit zu würdigen.

Die intensivmedizinische Versorgung von Patientinnen und Patienten hat in den vergangenen Wochen und Monaten eine völlig neue Dimension erreicht. Die Covid-19-Pandemie hat jedem Krankenhaus und seinem Personal extrem viel abverlangt. Aus Angst vor dem, was im Mittelmeerraum tagtäglich durch die Medien lief, hat Deutschland sich vorbereitet: Wo es möglich war, wurden ITS-Kapazitäten geschaffen und aufgestockt. Auch das Kreiskrankenhaus Freiberg, als Schwerpunktversorger der Region, hat seine ITS-Kapazitäten verdoppelt. Deutschland war und ist vorbereitet!

Glücklicherweise musste die Kapazitätsgrenze am Kreiskrankenhaus Freiberg nicht ausgereizt werden – nicht einmal annähernd. Trotzdem gab es – wenn auch wenige – Patienten mit nachgewiesener Covid-19-Erkrankung, die intensivmedizinisch betreut werden mussten.

Die Geschichte einer Patientin, möchten wir besonders hervorheben: 

„Anfang April wurde die über 80-jährige Rentnerin über die Corona-Notfallaufnahme des Kreiskrankenhauses Freiberg stationär auf die Isolierstation aufgenommen. Doch bereits am Tag darauf verschlechterte sich ihr Zustand so sehr, dass sie intensivmedizinisch betreut und aufgrund eines schweren Lungenversagens beatmet werden musste. Fast drei Wochen lang wurde die Rentnerin beatmet und anfangs stand es gar nicht gut um sie. Ihr Zustand verschlechterte sich von Tag zu Tag.

Doch dann kam die Wende: Die Lunge der Frau erholte sich und es ging wieder bergauf. Ende April konnte die künstliche Beatmung eingestellt und die Rentnerin extubiert werden. Bereits am Folgetag wurde sie zurück auf die Isolierstation verlegt. Nach zwei negativen Corona-Tests durfte sie schließlich als geheilt von Covid-19 aus dem Kreiskrankenhaus Freiberg entlassen werden.“

An dieser Stelle möchten wir auch allen Mitarbeitern, darunter nicht nur Pflegepersonal und Ärzte, sondern auch Reinigungspersonal, Küche, Informationstechniker, Empfangspersonal, für ihren besonderen Einsatz danken. Ob im Supermarkt, an der Tankstelle oder in öffentlichen Verkehrsmitteln – aktuell spürt jeder wie es ist, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Dabei ist dies nur ein kleines, wenn auch wichtiges Detail, der persönlichen Schutzausrüstung. Personal im Umgang mit Covid-19 trägt hingegen einen Vollschutz von Kopf bis Fuß. Nein, das sind keine Helden, sondern Menschen, die einfach Ihren Job tun, um anderen zu helfen.

Kontakt

Dr. Ulrike Träger
Marketing/ Öffentlichkeitsarbeit
Donatsring 20
09599 Freiberg
Telefon 03731 77-2845
E-Mail ulrike.traeger@vge-mittelsachsen.de